HANS-DIETER CREDÉ * 1946 in Kassel. 1963-65 Handwerksausbildung. 1965-69 weiterführende Schulbildung zum Abitur. Seit den 60er Jahren autodidaktische Studien verschiedener Maltechniken. 1969-74 Theologiestudium an der Universität Marburg. Studiengänge zur christlichen Archäologie, Kunstgeschichte und Kunst in Marburg und Kassel. Künstlerische Schaffensgebiete: Zeichnung, Malerei, Erfahrung in Buchgrafik und Buchdesign. Techniken: Feder- und Bleistiftzeichnungen, Collage, Öl, Acryl, Gouache, Aquarell. Bevorzugte Materialien (Papyrus, Papiere, Blattgold). Wiederkehrende Erkennungsmerkmale (Löwenzahn, Malzellen, Farben, Schatten, Linien) entwickeln sich zu eigener Symbolik. Motive aus Texten, Erlebnissen, Alltagsthemen werden reflektiert und dann „erzählt“, verfremdet, vor neue Horizonte platziert, in unterschiedliche Betrachtungsebenen verwoben.

 „.. sein Zugang zur Kunst ist geprägt durch seine Studienerkenntnisse aus der Kunstbetrachtung. Zunächst hat er sich vorwiegend mit römischer Kunst im Archäologie-Studium beschäftigt. Die Verbindung von Darstellung und Dekor hat ihn dabei ebenso fasziniert wie die freizügige Deutung von Bildern, beispielsweise in der Umwidmung von römischer in christliche Kunst.“

 „.. Durch die Beschäftigung mit klassischer Kunst ist ihm die Ikonografie eines Bildes wichtig. Daher malt er auch in der Regel erst nach sorgfältigen Studien und Vorentwürfen. … Aus der moderneren Kunst hat sich ihm sein Zugang zu Materialien, deren Bedeutung und eigenwilliger Verwendung eröffnet. Wenn man so will, sind seine Bilder durchaus „verkopft“. Aber Kunst bleibt dabei dennoch immer Dekor, und Credé empfindet diese Feststellung nicht abwertend.“

 „…. seine Arbeiten reflektieren Erlebnisse, nehmen Befindlichkeiten wahr und erzählen Geschichten…usw.“