PETRA B. FEYERHERD  (* 1950 in Zechow bei Rheinsberg/Mark) studierte 1968-1972 Kunsterziehung und Geschichte an der Emst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und belegte dort u.a. Druckgrafik bei Prof. K. Homberg. Seit 1973 arbeitete sie als Kunsterzieherin an Gymnasien in Greifswald und Stralsund. 1992-1994 belegte sie ein postgraduales Studium Freies Gestalten mit Textil und Papier bei Frau Prof. D. Lißke, Siebdruck bei Hubert Schwarz und Plastik bei Peter Lewandowski. Seit dem Jahr 2006 ist Petra Bärbel Feyerherd freischaffend. Studienreisen führten die Künstlerin nach Bulgarien, Nordkorea, Holland, Belgien, Frankreich, England und Schweden.
Ausstellungen: Pommernhus Greifswald, Jagdschloss Granitz/Insel Rügen, Marstall Schloss Hohendorf, Jacobikirche Stralsund, Hotel Baltic Stralsund, Hotel Wreecher Hof/Putbus, Schloss Schwerin, Kulturhistorisches Museum Stralsund, Siemens Greifswald.

„… für das künstlerische Schaffen von Petra Feyerherd ganz eminent wichtiger Arbeitsschritt beeinflusst inhaltlich und emotional die Entstehung ihrer Werke - die Verarbeitung von Stimmungen, Gefühlen von Erlebtem und Durchlebtem. Erst jetzt werden es Bilder mit Botschaften, verwandeln sich nun in Seelenlandschaften, werden zu neuen fantastischen Gefühls- und Traumlandschaften und beinhalten Gesehenes, Erlebtes und Visionäres. Dies ist für mich eine gelungene Synthese, eine Kunst, die auf der bodenständigen Natur im Wechselspiel von Tages- und Jahreszeiten basiert, die die stillen Dinge des Lebens entdecken hilft und sie ebenbürtig neben die so genannten wichtigen setzt.
Wichtig für ihre Arbeiten sind das Entdecken, das Mobilisieren von elementaren Zeichen, eine Visualisierung von Signalen, die unbemerkt von uns existieren. In den Collagen will sie den Sinn schärfen für Sehen und Erleben - nicht ausschließlich zur inhaltlichen Deutung herausfordern. Es sollen keine Bilder von Dingen sein, sondern Bilder von Gefühlen und Stimmungen, Licht und Schatten und für den Betrachter offen bleiben.
Die Collagetechnik eröffnet Petra Feyerherd viele neue Möglichkeiten innere Befindlichkeiten auszudrücken, durchbricht alte Betrachtungsgewohnheiten und gibt ihr die Chance Spontaneität und Emotionalität einzubringen und damit die Seele zu beflügeln, indem sie Impulse nutzt und Spannung erzeugt. Und wieder sind es die stillen Dinge, die sie interessieren, denn sie wirken wie Ruhepunkte in der Hektik des Alltags.
Petra Feyerherds Arbeiten sind geprägt von Natur- und Heimatliebe, Spurensuche und Wesenserkenntnis und von Erlebtem und innerer Befindlichkeit - getreu ihrem Ansatz: „Halte einen Augenblick inne und schaue genauer hin - hier sind die stillen Dinge des Lebens; entdecke die Landschaften der Seele, denn das wahre Leben beginnt im Inneren.“ Dr. Andreas Grüger (Direktor Kulturhistorisches Museum der Hansestadt Stralsund)