LEONI A. JÄKEL (sign. LEONI). Freiberufliche Malerin seit der Aufnahme in den Bundesverband Bildender Künstler in Köln, 1999. Kunsterzieherin in Köln, 1981-1999. Studium der Heilpädagogik mit Schwerpunkt Kunsterziehung in Köln, 1974-1978.

Ausstellungen (Auswahl): 60 Jahre BBK   Galerie im Stapelhaus, BBK Köln, 2008; LEONI 2008 ... noch mehr Wasserbilder  Orangerie - Galerie Schloss Augustusburg, Brühl, (E) 2008; LEONI A. Jäkel  / H.- J. Hennen  Verwandlungen   Kunst - Kabinett - Knauf, Köln 2007; New Colored   68elf - Forum junger Kunst Media Park, Köln, 2007; Neue Wasser - Bilder   Klinik Links vom Rhein, Köln, (E) 2006; Wasser - Bilder   Orangerie - Galerie Schloss Augustusburg, Brühl, (E) 2005; Aufs Wasser gesehen   Malteser Krankenhaus, Bonn, (E) 2005; LEONI - SOGRAFIA   Museum Tsikaliotis  Leonidion, Griechenland, (E) 2004, 2002, 2001, 2000, 1992; Wasser Reflektionen   Falder - Kunst - Raum, Köln, (E) 2003; MAMAOK o.T.   Galerie Buttermarkt, Köln, 2000; Unterwegs   CAZ St. Maternus, Köln, (E) 2000; FEMAIL Löhrerhof, Hürth, 1999; Hausansichten - Häuser dieser Welt   Deutsche Welle, Köln, (E) 1999; Objekt - Bilder von LEONI   Kölner Bank, Köln, 1998; Reisespuren   Galerie Lufthansa City Center, Köln, (E) 1996; 1000 cm³  Ultimate Akademie, Köln, 1996; Lichtes Arkadien   Konrad - Adenauer - Stiftung, Köln, (E) 1994; Mauerwerke von LEONI  Stadtteilbibliothek, Köln, (E) 1994; LEONI - Bilder   Bezirksrathaus, Köln, (E) 1992; LEONI - Bilder   Bezirksrathaus, Köln, (E) 1992.

„Ich habe die Natur zum Hauptgegenstand meiner Malerei gewählt. Es ist WASSER, von dem ich mich schon immer fasziniert und magnetisiert fühle. Seit elf Jahren male ich an einer nicht endenden Serie von Wasserbildern.
Vor dem eigentlichen Malprozess, steht die kontemplative Betrachtung des Objektes. Dabei entsteht ein Spannungsfeld zwischen Realität und eigener Wahrnehmung mit Illusionen, Schärfen und Unschärfen. Tageszeiten, Jahreszeiten, Tiefe und Bewegung des Wassers sind weitere Bedingungen, die eine Vielfalt an Farb- und Formvariationen für mich hervorbringen. Meine Bilder sind Momentaufnahmen genau dieses Erfahrungsprozesses. Mit Hilfe des Photoapparates versuche ich das sichtbar zu machen, was unser Auge zwar flüchtig wahrnimmt, aber nicht unbedingt erkennen kann: wiederkehrende, fraktale Formen von Wasserspiegelungen, durch meine Kamera schräg auf der Oberfläche gesehen und im Moment festgehalten und eingefroren. Durch Vergrößerung und Herauslösung wirken meine Bilder teilweise, obwohl ja der Natur entnommen, paradoxerweise abstrakt. Ich fertige unzählige Fotos von diesen Beobachtungen an, die mir später als Erinnerungshilfen dienen. Der Malprozess findet hinterher im Atelier statt, wo ich die Aufnahmen der farbigen, ornamentalen Licht- und Bewegungsreflexe dann malerisch umsetze.
Hinter all dem steht mein Interesse an Veränderungen und dessen Spuren. Philosophisch-existenzielle Fragestellungen fließen selbstverständlich in meine Arbeiten und Abhandlungen ein. Die Ressourcen unseres Planeten sind knapp geworden. Dies gilt im besonderen für das Wasser, aus dem wir Menschen hauptsächlich bestehen. Meiner Meinung nach muss diesem Element besondere Aufmerksamkeit und mehr Respekt zum Schutze entgegen gebracht werden. Dieses Anliegen vermittle ich, indem ich meine Bilder präsentiere und hoffe, so meine Ehrfurcht vor der Natur als „Mahnung an die Zukunft“ den Betrachtern weitergeben zu können.
Zwei wichtige Einflüsse sehe ich für mein Leben und Arbeiten: Die 60er/70er Jahre der Flower-Power-Zeit, verkörpert in Rockmusik und Popkultur, und meine monatelangen Aufenthalte in Griechenland, wo ich die „beseelte Landschaft“ erlebe. Mein schamanisches Motto ist, frei nach Beuys: „Mythen schaffen in einer mythenlosen Zeit!“
Ich lege Wert auf handwerkliches Können. Geplant baue ich die Leinwandarbeiten in Öl mit eigener, zeitaufwendiger Technik auf, lasierend, mehrere leuchtende Farbschichten übereinandersetzend, dann aber auch Farbübergänge schaffend; mal detailgetreu, mal abstrahierend, mit den Fingern Linien wieder verwischend, schaffe ich meistens eine glatte Bildoberfläche, die selten durch Pinselspuren gekennzeichnet ist.“ LEONI